Ausflug ins Filmmuseum Klasse 8.2, 8.3, Willkommensklasse

"...verdammt, ich bin erwachsen" (DEFA - Jugendfilm, 1974) - verdammt aktuell
     für unsere Schüler & Schülerinnen! Unser Ausflug ins Filmmuseum Potsdam.


Am Montag, den 21. Januar 2019 besuchten unsere Klassen 8.2, 8.3 und die Willkommensklasse mit ihren Klassenlehrerinnen auf Initiative von Frau Zeidler im Zuge der Schulkinowochen in Brandenburg 2019 das Kino im Filmmuseum Potsdam.
Viel erwarteten die Schüler/innen natürlich erst einmal nicht. Schließlich sollten sie einen Film schauen, der über 30 Jahre alt ist und in einer Zeit spielt, die für sie kaum noch greifbar ist!!!
Das Kino ist relativ klein, hat keine Luxus-Fletz-Sessel und bietet auch keine Maxibecher für Cola und Co an. Und trotzdem war der Kinotag ein voller Erfolg. Und das lag vor allem am Film "verdammt, ich bin erwachsen", der unter der Regie von Rolf Losansky entstand.
Der Film überzeugt mit Themen, die jede Jugendgeneration betrifft. Die erste Liebe, Klassenzusammenhalt, Schulalltag, Schwierigkeiten mit den Eltern und das ganz persönliche Paradies sind Inhalte, die mit raffiniertem Humor dargestellt wurden. Der Weg zum Erwachsensein wird hier in einer besonderen Leichtigkeit ohne viel Schnickschnack und special-effects und mit großer Spielfreude der Kinderdarsteller gezeigt. Für die Schüler/innen war es vielleicht selbst eine Überraschung, dass auch so etwas gefallen kann, in Zeiten, in denen das Medium Film doch mit anderen Mitteln überzeugen will.
Ein großer Kontrast zur Lebenswelt der Schüler/innen waren die Bilder (Mobiliar, Fahrzeuge, Kleidung etc.), die das Leben in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zeigten. Schließlich war es keine bloße Nachstellung, sondern original. Die Schüler/innen reagierten auch hier sehr interessiert auf das Andere, das Alte.
Unsere Schüler/innen wurden im Kern mit dem Thema Veränderung konfrontiert. Nämlich der eigenen Entwicklung. Gleichzeitig konnte eine Verbindung zu den eigenen Eltern wahrgenommen werden. Es entstand das Bewusstsein, dass auch die Eltern einmal jung waren und ganz ähnlich gehandelt und gefühlt, ja auch Blödsinn und Dummheiten gemacht haben.
Für unsere Schüler/innen der Willkommensklasse bot der Film besondere Anreize hinsichtlich einer Auseinandersetzung mit der deutschen Jugendkultur, deren Kontinuitäten und Veränderungen im Laufe der letzten Jahrzehnte. Außerdem wurden sie angeregt, vor allem die deutsche Sprache verstehen zu üben und zudem über Gemeinsamkeiten und Unterschiede gegenüber ihrer eigenen Kultur nachzudenken und darüber zu sprechen.
Im Anschluss an die Filmvorführung wurde der Film zusammen mit Eva-Maria Schneider-Reuter (Schauspielerin, Moderatorin, Filmvermittlerin) ausgewertet, Reaktionen erfragt und besprochen. Ganz private Einblicke in die Filmentstehung konnte Frau Losansky, Tochter des Regisseurs und Klassenlehrerin unserer Klasse 8.2, geben.

Vielen Dank dafür!