• * 17. 09. 1730 in Magdeburg
  • + 28. 11. 1794 in Utica, New York
  • preußischer Offizier und US-amerikanischer General
  • Soldat mit 17 Jahren
  • 1758 Adjutant im Stab Friedrich des Großen
  • 1764 bis 1775 Hofmarschall beim Fürsten von Hohenzollern
  • 1777 Reise nach Nordamerika
  • Übertragung der Generalsinspektion der US-amerikanischen Truppen durch George Washington
  • Rekrutierung einer Truppe, die mit Erfolg gegen England vorgin
  • Heute: Ehrung von Steuben in den USA mit der Steubenparade in New York und Philadelphia 

Kindheit und Jugend

  • * am 17. September 1730 in der Festung Magdeburg
  • Steuben war gerade erst 3 Jahre alt, als er mit seinem Vater eine Reise in das nordische Reich (= Russland) machen & später, als der Krieg mit den Osmanen ausbrach, ihn auf die Krim begleiten musste
    --> anschließend ging er nach Petersburg
  • in seinem 10. Lebensjahr ging Steuben wieder zurück nach Preußen, wo Steubens Vater als Major in das Ingenieurkorps eintrat & in den Ersten Schlesischen Krieg zog
    --> Steuben war daher nur an Trommeln, Trompeten & kriegerische Musik gewöhnt, er sah nichts, außer Soldaten, Krieg, Exerzieren & blutige Kämpfe
  • in Breslau bei den Jesuiten & in Neiße lernte Steuben Mathematik, Geschichte & alte Sprachen, ferner lernte er ein wenig Französisch sprechen & schreiben
  • trotz allem konnte er durch seinen Vater dem Kriegsleben nicht fern bleiben, er wurde mehr & mehr vom ganzen Fühlen, seinen Sinnen & seinem Denken ein Soldat
    --> nicht sonderlich verwunderlich, da bekanntermaßen seine Verwandten alle in der Armee gewesen waren & ihm damit diesen Weg ebneten
  • im Lager & im steten Umgang mit Soldatensöhnen aufgewachsen, besaß Steuben keinen anderen Gedanken mehr, als das Schwert zu führen & die Ahnen zu übertrumpfen
  • als der Zweite Schlesische Krieg ausbrach, rückte das preußische Heer in Böhmen ein, so musste Steubens Vater mitziehen & damit blieb auch sein Sohn nicht fern
    --> Steuben marschierte als Freiwilliger mit dem Heer
    --> zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht einmal 14 Jahre & ertrug schon alle Strapazen des Lagerlebens mit standhafter Ausdauer & leichtem Soldatensinn
  • am 22. September 1744 erreichte man die Nähe von Prag & sogleich begann der Kampf
    --> zum ersten Mal in dem Leben des jungen Steubens, sah er Getroffene fallen, hörte das Donnern der Geschütze & das klägliche Stöhnen vieler Verwundeter
  • einerseits war er entsetzt, von den Ausmaßen eines solchen Kampfes, andererseits bewunderte er das Regiment, welches sich im Sturmlauf den todbringenden Batterien entgegenstürzte
  • sie blieben standhaft & kämpften, wie treue Hunde für das Herrchen Vaterland & Ehre
  • damit erlebte der junge Steuben die Allgewalt der Disziplin, welche ihn im Menschenalter zu einem starken Arm eines mächtigen aufsteigenden Volkes, das seine Freiheit errang, formte
  • im September 1746 trat Steuben in Breslau in das Infanterie-Regiment Nr. 31 des Generals Hans Sigismund von Lestewitz als Gefreitenkorporal ein, um seine Kenntnisse über Krieg & Strategie zu erweitern
  • am 3. Mai 1749 wurde er zum Fähnrich & am 26. November 1752 zum Seconde-Lieutenant (= 2. Leutnant) ebenfalls in Breslau befördert
    --> für ihn war es jedoch schon Auszeichnung genug in der Armee einzutreten, dennoch strebte er immer nach persönlichen Auszeichnungen & Anerkennung
  • im Frühsommer 1754 führte er das Kommando über ein Detachement seiner Kompanie beim Teilausbau der Festung Schweidnitz
    --> damit begann die Ära eines großen Feldherren & eines Freiheitskämpfers...

Charakter

  • Steuben hatte einen offenen & biederen Charakter
    --> er war leicht zu erzürnen, aber ebenso leicht auch zu besänftigen
  • Steuben besaß unter anderem einen ausgesprochenen Wohltätigkeitssinn & gab für seine Unterstützungen eine menge Geld aus, manchmal sogar zu viel, so dass er sich in einige Unkosten stürzte
  • Steuben besaß ein starkes & edles Ehr- & Rechtlichkeitsgefühl & hasste die Niederträchtigkeit & Ehrlosigkeit anderer
  • militärisch war Steuben sehr genau & streng gegen andere & sich selbst
    --> kein Fehler, keine Nachlässigkeit entging ihm & wer sich schuldig machte den traf Tadel & Strafe, aber er lobte auch diejenigen, die sich bemühten